PönEx 2017

30. April 2017

Was mir als erstes bei der Ankunft am Marine Museum auffiel, waren die eingerüsteten Schornsteine. Allerdings war die Einrüstung nicht für die PönEx-Crew, sondern die Schornsteine werden von einer Firma gepönt.
Auf dem Außen Gelände trafen sich dann auch schon etliche Teilnehmer des PönEx. Da waren natürlich die altbekannten Gesichter, die ein besonderes Hallo hervorriefen aber auch das eine oder andere neue Gesicht war dabei.
Bei einem ersten Rundgang über das Schiff mussten wir leider feststellen, dass die niederländische Filmcrew, die an Bord der Mölders gedreht hatte, einiges verändert hatte aber nach Ende ihrer Dreharbeiten nicht alles wieder so hergerichtet hatte wie es war. Das würde dann neben den eigentlichen Pönarbeiten eine Aufgabe für die nächsten Tage sein.

 

1. Mai 2017

Tag der Arbeit und pünktlich um 9 Uhr trafen sich die „Arbeiter“ auf der Schanz zur Arbeitsverteilung. Unser Decksmeister Piet begrüßte die Teilnehmer und teilte die Arbeitsstationen ein. Danach wollte niemand Zeit verlieren und wir gingen an die Arbeit.
Neben den üblichen Arbeiten waren auch wieder etlichen Lampen im Schiff zu reparieren. Wobei Raimund schnell feststellte, dass diese alle gar nicht kaputt waren sondern von der Filmcrew nur herausgedreht wurden, so dass diese nur wieder eingesetzt werden mussten.
In der Cafeteria hatte man das Schild auf der vordersten Back abgeschraubt und dann nicht wider befestigt. Dieses wurde von Kai und Raimund in Angriff genommen.
Aber auch auf Back, Schanz, den beiden Seitendecks, dem ASROC-Deck, dem FK-Deck, dem Signaldeck und auf dem Deckshaus wurde mit den Arbeiten begonnen.
Dabei halfen unter anderem die fünf neuen Wickelschleifer, die aus Spenden der PönEx-Crew gekauft worden waren.
So war an allen Ecken und Enden des Schiffes wieder der Mölders Specht zu hören und die Stimmung war gut. Ein bisschen trübte das Wetter die Stimmung mit teils heftigem Wind und gelegentlichen Regenschauern aber an dieses Wetter mussten wir uns für die Woche gewöhnen, denn es wurde nicht besser.
Das Essen von Karl-Heinz, Uschi und Monika hatte einen nicht unerheblichen Beitrag zu der guten Stimmung in der Truppe. Heute gab es Schnitzel mit bunten Nudeln und Soße, dazu Salat und Pudding zum Nachtisch.

 

2. Mai 2017

Dieser Tag war Wettertechnisch leider nicht viel besser als der Montag, im Gegenteil es gab mehr Regen. Doch auch dadurch ließen wir uns in der Arbeit nicht aufhalten. Die Kameraden, die aufgrund der Nässe an ihren eigentlichen Stationen erst mal nicht weiter machen konnten, verlegten ihre Arbeit ins Innere wo auch die eine oder andere Roststelle zu beseitigen war.
Und eine weiter Baustelle wurde festgestellt, die Plexiglasabdeckungen zum Duschbereich im achteren Waschraum waren von den Niederländern auch entfernt worden und nur provisorisch mit je zwei Schrauben wieder fest gemacht. Die beiden Scheiben sind normalerweise mit je acht Schrauben an acht Winkeln am Süllrand befestigt. Da auch die Winkel abgeschraubt wurden und nicht beschriftet waren stellte sich das Ganze dann als ein Puzzle mit 1.000 Teilen ohne Bild heraus.
In der Steuerbord Brückennock wurde sich mit Hilfe eines neuen Kompressors um die Roststellen gekümmert.
Dafür war das Mittagessen wieder ein Highlight, es gab Erbsensuppe aus Karl-Heinz Gulaschkanone.

 

3. Mai 2017

Für Heute schien das Wetter ein wenig besser aus zu sehen, zwar gab es noch böigen Wind aber die Schauer blieben aus. Also gingen alle frisch ans Werk um so viel wie möglich zu schaffen.
Eine weitere Baustelle wurde von Heinz und Raimund aufgetan, denn die Lichterkette vom achteren Schornstein zur Schanz musste komplett erneuert werden. Dazu musste die ca. 80 Meter lange und mit ca. 70 Glühlampen bestückte herunter genommen werden. Einige der Fassungen waren undicht und erzeigten dadurch immer wieder Kurzschlüsse. Heinz und Raimund suchten sich dann einen trockenen Raum im Marinemuseum um die Lichterkette zu reparieren.
Am Abend gab es dann das übliche Grillfest des Marine Museums. Dabei gab es für uns alle dann eine Überraschung seitens des Museums, dieses hatte Mützen mit der Silhouette der Mölders und dem Schriftzug PönEx – Mölders herstellen lassen. Nun rächte es sich, dass der eine oder andere ohne Anmeldung beim PönEx erschienen war, denn es waren nicht genug Mützen für alle vorhanden. Aber das Museum versprach auch für diese Kameraden noch Mützen herstellen zu lassen.
Und somit klang der Mittwoch mit Klön schnack, Essen und Trinken aus.

 

4. Mai 2017

Die meisten Blicke am Donnerstag gingen immer wieder gen Himmel, denn wird konnten keinen Regen gebrauchen, doch die Wolken sagten was anderes.
Es waren große Flächen zu Pönen, wie die Back, die Schanz und das FK-Deck und dabei kann man keinen Regen gebrauchen. An den Stationen wurden das Wasser mit Hilfe von Besen, Schieber und Feudeln entfernt und die Restfeuchte sollte der Wind beseitigen. Immer unter den bangen Blicken in den Himmel um die Wolken zu vertreiben. Und scheinbar haben die Blicke geholfen, denn die Flächen konnten tatsächlich bis zum Abend fertig gestellt werden. Nun mussten wir hoffen, dass der Regen auch weiterhin ausblieb bis die Farbe halbwegs trocken war.
Die Lichterkette konnte auch wieder an Ort und Stelle gebracht werden. Und das Puzzlespiel im achteren Waschraum fand auch ein glückliches Ende.
Zum Mittag gab es Sauerbraten mit Kartoffeln und Soße, Salat und Joghurt zum Nachtisch.

 

5. Mai 2017

Der letzte Tag war angebrochen. Da es Donnerstagabend doch noch den einen oder anderen Schauer geben hat, waren die ersten Schritte zur Schanz, Back und FK-Deck um zu sehen ob die Farbe trocken genug gewesen war um den Schauern Stand zu halten. Und zur Erleichterung aller hat die Farbe gehalten. So konnten wir an die Restarbeiten gehen, die auch alle bis zum Mittag so gut wie abgeschlossen werden konnten. Danach ging es dann ans große Aufräumen. Farbe wieder in die Farblast, Werkzeug in die Chemielast und der Müll musste auch noch von Bord. Während des ganzen Tages verabschiedete sich dann immer wieder ein Kamerad, der die Heimreise antreten musste.
Am Nachmittag gegen 14:30 Uhr war es dann soweit, das PönEx war beendet. Die noch anwesenden trafen sich am Versorgungszelt um noch ein bisschen zu klönen oder sich zu verabschieden.
Da kam dann Wehmut hoch aber auch die Vorfreude auf den September zum kleinen PönEx, wo man viel der Kameraden, bei hoffentlich freundlicherem Wetter, wieder sehen würde.

   
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