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Zerstörer Mölders - D 186

Der 1969 in Dienst gestellte Lenkwaffenzerstörer MÖLDERS (D 186) gehörte mit seinen beiden Schwesterschiffen LÜTJENs (D 185) und ROMMEL (D 187) zu den ersten, mit weitreichenden Raketen bewaffneten Kriegsschiffen der deutschen Bundesmarine.

Alle drei deutschen Schiffe waren modifizierte Einheiten der US-amerikanischen "Charles-F.-Adams"-Klasse. Die Modifikationen bezogen sich Hauptsächlich auf die Bewaffnung, die Unterbringung der Besatzung und angepasste elektronische Anlagen. Sie wurden bei der Bundesmarine als Klasse 103 geführt.

Nach dem Stapellauf am 13. April 1968 bei den Bath Iron Works Corp. Bath Main USA und der Indienststellung am 20. September 1969 fand die MÖLDERS im 1. Zerstörergeschwader in Kiel ihre Heimat.

Die erste große Modernisierung erhielt die MÖLDERS von November 1977 bis April 1978. Der Hauptbestandteil der Modernisierung war die Umrüstung des Lenkwaffesystems von den "TATAR"-Raketen auf die "Standard Missile" mit gleichzeitiger Erneuerung der Feuerleitanlagen, der Austausch der 127mm Geschütze Mod. 7 gegen Mod. 10 Geschütze und die Umstellung der Kesselanlage von schwerem auf leichtes Heizöl. Sie wurde nun unter der Klasse 103A geführt.

Von April 1982 bis Januar 1983 wurde eine zweite große Modernisierung durchgeführt, wobei die Radar- und Feuerleitanlagen erneuert wurden und das Deckshaus auf dem Signaldeck entstanden ist. Auch nach dieser Modernisierung änderte sich die Klasse, die da nun lautete 103B.

Ab Anfang 1988 begann eine ungeplante längere Werftliegezeit, die auf der Tatsache beruhte, dass nach dem Kombüsen Brand am 15. Dezember 1987 beschlossen wurde das Schiff wieder instand zu setzen. Die Instandsetzungsarbeiten dauerten bis Mitte 1989 und kosteten ca. 86 Mio. D-Mark.

Anfang 1995 erhielt die MÖLDERS zwei RIM-116 RAM-Starter, zwei 6fach SRBOC-Düppelwerfer und zwei 20 mm Maschinenkanonen.

Nachdem ab Anfang des neuen Jahrtausends die Ersatzteilbeschaffung immer schwieriger wurde und die Maschinenanlage weder beim Personalbedarf noch beim Heizölverbrauch noch zeitgemäß war, zeichnete sich eine Außerdienststellung der Klasse 103B am Horizont ab.

Und so kam es dann auch. Am 28. Mai 2003 hieß es in Wilhelmshaven ein letztes Mal auf der MÖLDERS "Hohl nieder Flagge und Wimpel." Und damit gingen die Dienstzeit der Mölders nach 33 Jahren und 245 Tagen zu Ende. In dieser Zeit legte sie rund 675.000 Seemeilen auf allen Meeren zurück.

Auf ein Ende kann auch ein neuer Anfang folgen. Im Falle der MÖLDERS war der 23. Juni 2005 ein neuer Anfang nämlich als größtes schwimmendes Museumsexponat. Als Dauerleihgabe der Wehrtechnischen Studiensammlung in Koblenz an das Deutsche Marinemuseum in Wilhelmshaven krönt sie nun das Freigelände des Marinemuseums.
Damit ist der MÖLDERS (vorerst) das Schicksal ihrer Schwestern LÜTJENS und ROMMEL (die Abwrackung) erspart geblieben.

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